Die Lieferzeit deines neuen Autos hängt von einer Vielzahl von Faktoren ab – und nicht alle liegen in deiner Hand. Wir erklären dir, was wirklich hinter den Wartezeiten steckt.
Produktionsstandort entscheidet mit
Fahrzeuge, die in Deutschland oder Europa produziert werden, haben in der Regel kürzere Transportwege und damit kürzere Lieferzeiten. Modelle aus Übersee – etwa aus den USA, Mexiko oder Asien – müssen erst per Schiff nach Europa transportiert werden, was allein schon mehrere Wochen kosten kann. Ein gutes Beispiel: Der Mercedes GLE wird in Tuscaloosa (Alabama) produziert, was die Lieferzeit gegenüber deutschen Werken spürbar verlängert.
Elektroautos: Mehr Wartezeit, aber mit Trend zur Verbesserung
Vollelektrische Fahrzeuge haben oft längere Lieferzeiten als vergleichbare Verbrenner. Der Grund: Batteriekapazitäten sind begrenzt, die Nachfrage nach bestimmten Modellen übersteigt zeitweise das Angebot, und neue Plattformen wie die MB.EA-Architekturbei Mercedes oder die PPE-Plattform bei Audi und Porsche befinden sich noch im Hochlauf. Gleichzeitig verbessert sich die Situation: Hersteller investieren massiv in Produktionskapazitäten, und viele E-Modelle sind mittlerweile schneller lieferbar als noch 2023.
Die teuerste Entscheidung: Sonderfarben und Sonderausstattungen
Wer sein Auto individualisieren möchte, zahlt nicht nur mehr – er wartet auch länger. Besonders Manufaktur- und Sonderfarben können die Lieferzeit um bis zu 3 Monate verlängern, da sie oft manuell aufgetragen werden oder nur in bestimmten Produktionszyklen verfügbar sind. Ähnliches gilt für hochwertige Ausstattungslinien wie AMG Line, M Sport oder Porsche Exclusive Manufaktur, die aufwendigere Fertigungsprozesse erfordern.
Tipp: So verkürzt du deine Wartezeit
Du möchtest möglichst schnell dein neues Auto? Dann achte auf diese Punkte beim Bestellen: Wähle Lagerfahrzeuge – viele Händler haben Fahrzeuge auf Lager, die sofort verfügbar sind. Entscheide dich für Standardfarben (Weiß, Schwarz, Silber) statt Sonderfarben. Bevorzuge Basisausstattungen oder gut verfügbare Pakete. Und informiere dich beim Händler über aktuelle Produktionsslots – manchmal gibt es kurzfristige Verfügbarkeiten durch Stornierungen.